Tierschutz - Blue Eyed Ball

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Tierschutz

Tier-/Naturschutz

Tiere leiden still...


...so auch Schlangen. Reptilien, insbesondere Schlangen haben keine Lobby, da man sich damit nicht profilieren kann. Anders sieht es bei Nutztieren oder gängigen Haustieren wie Hund, Katze, Hamster aus. Für deren Rechte machen sich mittlerweile viele Tierschutzorganisationen stark.

Ein Aufschrei würde durch die Öffentlichkeit gehen, wenn der Otto-Normalverbraucher erfahren würde, dass sein Schnitzel auf dem Teller vor ihm von einem bei lebendigen Leib gehäuteten Schwein käme. Bei Handtaschen oder anderen Plunder aus Reptilienleder sieht das schon anders aus. Beim Tragen dieser Accessoires ist von Vorurteilen und Ekel gegenüber Reptilien insbesondere Schlangen auf einmal keine Spur mehr zu merken. Allein ca. 250.000 Netzpythons werden in Indonesien jedes Jahr auf brutalste Weise ihrer Haut beraubt. Am Unterkiefer mit einem Seil fixiert, welches an einem Haken befestigt wird, werden sie bei lebendigen Leib mit einem Schlauch mit Wasser gefüllt. Das bewirkt, dass die Schlange gerade hängt und sich die Haut dehnt, damit man so einen optimalen Schnitt setzen kann um danach die Haut dieser Schlange akurat abziehen zu können, was sich später positiv auf die Qualität des Schlangenleders auswirkt. Dies ist an Perversion kaum noch zu überbieten (www.sf.tv/videoplayer). Ca. 35.000 Blutpythons aus Borneo/Malaysia werden ebenfalls so ihrer Haut entledigt. Da Schlangen keine Stimmbänder haben, können sie nicht schreien. Sonst würde es auf solchen Schlachthöfen sehr laut zugehen. Dummheit gepaart mit Ignoranz der Verbraucher machen diese Perversion erst möglich. Gucci und andere reptilienlederverarbeitende "Modelabel", die trotz Aufklärung über die Verbrechen an diesen Tieren weiterhin Großabnehmer der Leder sind, gehören an den Pranger gestellt und boykottiert. Speziell der Netz- und der Blutpython sind nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen besonders geschützt. Jeder Halter dieser Arten muss in Deutschland diese Tiere bei der zuständigen Behörde anmelden, ob das Selbe für Handtaschen u. ä. gilt, wagen wir zu bezweifeln.

Auch andere Schlangenarten wie der Königspython in Afrika werden kommerziell genutzt. Sie müssen jedoch nicht nur für die Terraristik herhalten, nein sie landen auch als Bushmeat auf dem Teller der Einheimischen. Um neue Märkte zu erschließen ist es mittlerweile gang und gäbe sie in Dosen zu verpacken und sie als Nahrung nach China zu verschicken. Guten Appetit! Wenn dann alle satt sind, nehmen sie noch ihr Potenzmittelchen, Gallenblasensaft von Bambusnattern, die ihrer Galle beraubt immerhin doch noch ein paar Wochen zu "leben" hatten.

Der grüne Baumpython aus Papua Neuguinea hat gefangen von Einheimischen nur zwei Möglichkeiten: entweder er landet im Topf oder bei einem Exporteur. In sachkundige Hände vermittelt, hat er dort gute Chancen ein Alter von 25 Jahren zu erreichen. Wofür würde sich wohl die Schlange entscheiden!?

Selbsternannte Tierrechtler wollen die Schlangenhaltung im Terrarium verbieten. Wir sind da anderer Meinung. Erst die Schlangenhaltung im Terrarium, sofern sie artgerecht erfolgt, bietet einen Einblick in die faszinierende Welt dieser Tiere, der einem sonst verwehrt bleibt. Viele Erkenntnisse über das Leben der Schlangen wurden erst durch die Terrarienhaltung und der damit möglichen Beobachtungen gewonnen. Aufgrund der um sich greifenden Habitatzerstörungen etc. sind u. a. ein Teil der Schlangenarten vom Aussterben bedroht. Einige werden sicherlich durch engagierte Terrarianer bzw. Zoos davor bewahrt werden, aber ein großer Teil der ca. 3.000 Schlangenarten wird nur im naturbelassenen Lebensraum überleben können. Sterben Schlangen aus, verlieren wir alle etwas - nämlich wundervolle Geschöpfe der Natur.

Schlangen stehen am Ende der Nahrungskette und viele von ihnen sind als Predatoren (Jäger) von Schadnagern für die Umwelt äußerst wichtig. Durch Habitatzerstörung, Bejagung, Absammeln für die Lederindustrie und Erschlagen aus Dummheit wird die Evolution für die Schlange außer Kraft gesetzt. Evolution hat die Schlange zu dem gemacht was sie ist, gegen den Menschen hat sie allerdings keine Chance.

 
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