Teratoscincus roborowskii - Blue Eyed Ball

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Teratoscincus roborowskii

Unsere Geckos

Das Herkunftsgebiet von Teratoscincus roborowskii (Roborowski Wundergecko oder chinesischer Wundergecko) ist in China (Turpan-Senke). Dort bewohnt er sandige und lehmige Wüsten und Halbwüsten. In seinem Vorkommensgebiet herrschen hohe Tages- und kühle Nachttemperaturen. Im Winter können die Temperaturen durchaus in diesem Gebiet in den zweistelligen Minus-Bereich fallen. Die Wundergeckos halten sich in Erdgängen auf. Teratoscincus roborowskii ist dämmerungs- und nachtaktiv.


Dieser Gecko erreicht eine Endgröße von etwa 15 cm und hat eine Lebenserwartung von ca. 10 Jahren.

Wir erwarben im März 2013 auf der Terraristika in Hamm zwei Pärchen dieser Art. Leider sind diese Geckos fast ausschließlich nur als Wildfänge saisonal zu erwerben. Für kommerzielle Züchter ist die Vermehrung uninteressant, da sie relativ schlicht  und als Wildfänge einfach und billig verfügbar sind. Eine große Schwierigkeit stellt darüber hinaus die Bergung und Überführung der extrem fragilen Eier vom Terrarium in den Inkubator dar. Die Eier überführt man am besten sehr vorsichtig mit einem Löffel in den Inkubator, doch auch hierbei ist die Gefahr der Beschädigung sehr groß. Um dem Risiko, die Eier bei der Bergung zu beschädigungen, aus dem Weg zu gehen, setzen wir mittlerweile das trächtige Weibchen kurz vor der Eiablage in eine mit Sand gefüllte BraBlast-Dose. Nach der Eiablage setzen wir das Weibchen zurück ins Terrarium und stellen die BraBlast-Dose samt der Eier in den Inkubator. Im Jahr 2014 erfolgte nur eine Eiablage. Das Weibchen legte die Eier im Terrarium ab. Wir stellten eine Heimchendose darüber und fixierten diese so, dass die erwachsenen Tiere sie nicht bewegen bzw. nicht an die abgelegten Eier gelangen konnten. Nach ca. 120 Tagen bei schwankenden Temperaturen am Tag zwischen 30 und 35 °C und nachts zwischen 20 und 25 °C schlüpfte ein gesundes Jungtier, das zweite Ei war leider unbefruchtet. Bei einer konstanten Inkubationstemperatur von 26 °C schlüpften die Jungtiere nach ca. 90 Tagen. Die Eier werden auf trockenem Substrat, z. B. Sand, inkubiert. Es stellte sich heraus, dass eine kühle Überwinterung für eine regelmäßige Fortpflanzung unabdingbar ist.

Die Haltung der Geckos erfolgt paarweise in Wüstenterrarien. Wir benutzen als Bodengrund Calcium-Sand. Andere Halter bevorzugen ein Sand-Lehm-Gemisch. Die Einrichtung ist eher spartanisch, sie besteht aus Höhlen und einer Wasserschale. Die Beheizung erfolgt mittels Spotstrahler, auf UV-Licht kann verzichtet werden, da es sich um nachtaktive Tiere handelt. Direkt unter dem Strahler werden Temperaturen von max. 35 °C erreicht. Im Terrarium befinden sich mehrere Unterschlüpfe, sodass die Geckos zwischen verschiedenen Temperaturbereichen wählen können. Männchen sind untereinander unverträglich. Interessant ist es zu beobachten, dass das Männchen regelmäßig das Weibchen übersteigt. Wir vermuten, dass er mit seinem Hinterteil dabei das Weibchen markiert (Analdrüse?). Auch ein gegenseitiges Belecken ist häufig zu sehen.

Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten. Wir füttern Heimchen, Grillen und gelegentlich Mehlwürmer. Die Futtertiere werden regelmäßig mit dem Vitaminpulver für Reptilien Korvimin ZVT aufgewertet. Die Wundergeckos sind sehr gierige Fresser und gute Jäger. Es macht wirklich viel Spaß, ihnen beim Jagen und Fressen zuzusehen.

 
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