Oreocryptophis porph. coxi - Blue Eyed Ball

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Oreocryptophis porph. coxi

Unsere Schlangen

Oreocryptophis porphyraceus coxi, die Rote Bambusnatter, kommt in Nordost-Thailand in den Provinzen Loei und Petchabun vor. Die Tagestemperaturen liegen unter 27 °C. Nachts können die Temperaturen unter 20 °C sinken. Die Luftfeuchtigkeit beträgt etwa 60 - 70 %.

Die Nahrung dieser Bambusnattern sind kleine Nager. Sie sind sehr gierige Fresser, die leicht überfüttert werden können. In der Natur sollen sie darauf spezialisiert sein, komplette Mäusenester "auszuräumen", vorausgesetzt die Größe der Nager lässt dies zu. Wir füttern bei adulten Tieren Mäusespringer, da wir feststellen mussten, dass Bamubusnattern größere Futtertiere schwerer bewältigen können als vergleichsweise eine Kornnatter in der selben Größe.

Bei der Roten Bambusnatter handelt es sich um eine kleinbleibende Schlange, die eine Endgröße von 70 - 90 cm erreicht. Die Geschlechtsreife tritt mit ca. 2 Jahren ein. Oreocrypthophis porphyraceus coxi ist eine ovipare (eierlegende) Natter. Ein Weibchen kann pro Jahr drei bis vier Gelege mit 1 bis 6 Eiern absetzen. Das schwerste Ei bei unseren bisherigen Gelegen wog 20 Gramm. Nach der Eiablage dauert es bei einer Zeitigungstemperatur von 25 °C etwa 55 bis 60 Tage bis die Jungschlangen schlüpfen. Sie kommen mit einem Gewicht von durchschnittlich 8 Gramm auf die Welt. Nach der ersten Häutung bieten wir als Erstfutter ein bis zwei Tage alte Babymäuse an. Wir füttern ca. alle 5 Tage. Bei unseren Jungschlangen ist es schon vorgekommen, dass sie sich aufgrund zu großer Futtertiere die Haut des Halses überdehnt haben. Es dauert dann mehrere Häutungen, bis alles wieder schick aussieht. Bei dieser Art also kleiner, dafür mehr füttern!


Wir erwarben 2009 ein Männchen und drei Weibchen. Im Jahr 2010 hatten wir dann die ersten Nachzuchten. An dieser Stelle wollen wir darauf hinweisen, dass die Eier keinesfalls zu warm inkubiert werden dürfen (nicht über 27 °C!). Auch die Jungschlangen nehmen Haltungstemperaturen über 27 °C übel und neigen schnell zur Dehydrierung. Man kann an der "knittrig" werdenden Haut sehr schnell erkennen, wann es für die Tiere zu trocken ist. Dann gilt es umgehend, die Feuchtigkeit anzuheben. Unsere Jungschlangen halten wir nach dem Schlupf und die nächsten Monate bei 80 - 100 % Feuchtigkeit.

Wir haben sehr gute Erfahrungen gemacht, unsere Tiere bei einer Raumtemperatur zwischen 23 und 25 °C zu halten. Als Bodensubstrat nehmen wir Kokosfaserhumus. Wichtig ist, den Schlangen einen feuchten Unterschlupf anzubieten. Auf eine Beleuchtung verzichten wir, da wir beobachten konnten, dass unsere Bambusnattern den Lichtkegel gemieden und sich soweit wie möglich davon entfernt verkrochen haben. O. p. coxi gehört zu den Kletternattern. Im Terrarium haben wir bisher selten beobachten können, dass sie Klettermöglichkeiten nutzen. Wir vermuten, dass diese Schlangen in der Natur in der Falllaubschicht von Bambuswäldern leben, wo es kühl und stets feucht ist.

Diese Haltungsbedingungen praktizierten wir auch bei der Unterart Oreocryptophis porphyraceus laticinctus.

Diese Art befindet sich nicht mehr in unserem Bestand.

 
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