Oedura castelnaui - Blue Eyed Ball

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Oedura castelnaui

Unsere Geckos

Oedura castelnaui gehört - ebenso wie Oedura monilis - zu den Samtgeckos Australiens. Er besiedelt in Australien die Cape York Halbinsel und Queensland. Dieser baumbewohnende Gecko erreicht eine Gesamtgröße von ca. 17 cm und ist in der Natur in Astlöchern und unter gelöster Baumrinde zu finden. Auffallend bei dieser Art ist der sehr breite Schwanz, welcher auch bei dieser Art als Fettspeicher dient.

Wir halten ein Männchen und zwei Weibchen dieser Art zusammen in einem Terrarium. Dieses ist mit Versteck- und Klettermöglichkeiten und zwei Eiablageboxen ausgestattet. Alle Wände des Terrariums sind mit Naturkork (Schwarzkork) verkleidet. Die Beleuchtung erfolgt - wie in allen unseren Terrarien - mit Spotstrahlern. Es werden am Tag Temperaturen zwischen 29 und 35 °C (unter dem Spot) und nachts zwischen 20 und 25 °C erreicht. Täglich wird abends, bevor das Licht ausgeht, gesprüht. Bei dieser Art kann man ruhig etwas intensiver sprühen, da die Herkunftsregion zu einem der feuchtesten Gebiete Australiens gehört. Gefüttert wird mit Heimchen, die regelmäßig mit Korvimin ZVT bestäubt werden.

Neben den Hemipenistaschen sind die subadulten Männchen relativ zeitig anhand der Femoralporen von den Weibchen zu unterscheiden:

Männchen
Weibchen

Die Weibchen legen mehrmals im Jahr jeweils zwei Eier. Die Inkubation erfolgt mit Nachtabsenkung. Bei einer Inkubation der Eier bei 29 °C für 18 Stunden und für 6 Stunden bei Raumtemperatur (ca. 22 °C) dauert es bis zum Schlupf ca. 80 bis 90 Tage. Bei dieser Inkubationsweise ist das Geschlechterverhältnis der Nachzuchten 50/50. Die Schlüpflinge weisen ein Gewicht zwischen 0,9 und 1,7 Gramm auf. Einige Stunden nach dem Schlupf häuten sich die Jungtiere das erste Mal. Die erste Nahrungsaufnahme erfolgt nach 4 bis 5 Tagen. Seltsamerweise zeigt sich bei unseren Jungtieren, dass als Erstfutter kleine Heimchen nicht angenommen werden. Unsere Nachzuchten nehmen bei den ersten Fütterungen ausschließlich kleine Mehlwürmer als Futter an. Nach einigen Fütterungen werden dann auch kleine Wachsmaden als Futter akzeptiert, später auch größere. Die Zeichnung und Färbung der Jungtiere unterscheidet sich von der der adulten Tiere. Sie besitzen eine kontrastreiche Querbänderung. Bei guter Fütterung können sie in einem Alter von 10 Monaten durchaus schon ein Gewicht von 15 Gramm erreichen.

Neben den wildfarbenen Tieren gibt es bei Oedura castelnaui noch eine hypomelanistische Form. Dabei handelt es sich um einen Gendefekt, der rezessiv vererbt wird.

Literatur:
DRACO Nr. 29 - Australische Geckos
Geckos, Henkel/Schmidt, Ulmer-Verlag, ISBN: 3-8001-7242-9

 
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