Mythos Schlange - Blue Eyed Ball

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Mythos Schlange

Seit Menschengedenken ranken sich die verschiedensten Mythen um Schlangen. Bereits in der Bibel spielt die Schlange eine entscheidende Rolle. Sie verführte Eva verbotener Weise einen Apfel vom Baum der Erkenntnis zu essen, worauf diese mit Adam aus dem Paradies verbannt wurde. Leider sind uns keine apfelbaumbewohnenden Schlangen bekannt, demzufolge kann man es Schlangen auch nicht in die Schuhe schieben, dass wir nun auf der Erde leben und nicht im Paradies. Der Schlange irgendwas in die Schuhe zu schieben wird ohnehin schwierig, da diese bekanntermaßen keine Füße hat. Diese biologische Tatsache, macht Schlangen den Menschen unheimlich.

Auch das Sprechen mit gespaltener Zunge deutet eher auf eine Anomalie der Zunge des Sprechenden hin, da Schlangen keine Stimmbänder haben und sich demzufolge auch nicht mitteilen können.

Besucher, die bei uns erstmals mit einer Schlange in Berührung kommen, sind verwundert, dass diese nicht glitschig ist. Diese Erwartungshaltung liegt wohl an mangelnder Aufklärungsarbeit im Biologieunterricht. Da Schlangen zur Klasse der Reptilien gehören, besitzen sie weder Schweißdrüsen noch eine schleimabsondernde Haut. Außerdem würde der Umstand des Schleimens das Tragen von Schuhen oder Handtaschen aus Schlangenhaut unheimlich erschweren.

Eine weitere Eigenschaft die Schlangen nachgesagt wird, ist das Hypnotisieren iherer Beute. Dies konnten wir bisher noch nicht beobachten. Wir selber tragen verspiegelte Sonnenbrillen, um uns davor zu schützen, denn Schlangen sollen ja hin und wieder auch mal einen Menschen fressen.


Eingeschlafen?

Schutzbrille vergessen!

Die irrige Annahme, dass Schlangen Menschen fressen, ist wohl einigen Schwachsinnigen eingefallen, die von Anatomie und Beuteschema genauso wenig Ahnung haben wie vom Lesen und Schreiben. Aufgrund des Körperbaus eines Menschen wäre es einer Schlange nur in den seltensten Fällen möglich, einen Menschen zu verzehren. Menschen passen nicht in das Beuteschema von Schlangen. Sie riechen weder nach potenzieller Beute noch verhalten sie sich so. Anders herum sieht die ganze Sache schon anders aus. Wie auch die meisten anderen Tiere landen Schlangen häufig im Topf und eher selten im Terrarium.

Aber Schlangen landen nicht nur als Nahrung im Topf, sondern werden auch neben Tigerpenis, Haifischflosse und Nashornhorn als Potenzmittel für die traditionelle chinesische Medizin zweckentfremdet. Der Mythos der potenzsteigernden Wirkung dieser Tiere kostet jährlich tausenden sinnlos das Leben.

Dann gibt es noch die "falsche Schlange". So werden in der Regel Frauen betitelt, die es mit der Aufrichtigkeit nicht so genau nehmen. Wieso diese jedoch mit einer Schlange assoziiert werden, ist nicht klar ersichtlich. Unehrlichkeit und Hinterlist sind Eigenschaften, die der Mensch für sich eingenommen hat. Eine falsche Schlange kann aber auch eine Gummischlange sein, Papierschlange ist auch möglich oder oder oder...

"Sind die giftig?" Diese Frage bekamen wir schon oft zu hören. Unsere Antwort: "Natürlich nicht." Die wenigsten wissen, dass von den ca. 3.000 Schlangenarten lediglich ca. 20 % giftig sind, davon wiederum sind nur einige wenige für den Menschen tödlich gefährlich. Außerdem beißen Schlangen nur im äußersten Notfall, wenn sie sich bedroht fühlen. Wer ihre Warnzeichen mißachtet, muss natürlich damit rechnen, gebissen zu werden. Hunde tun das übrigens auch.

Bei so viel Unfug würde ich als Schlange doch umgehend aus der Haut fahren...

 
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