Mniarogekko chahoua - Blue Eyed Ball

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Mniarogekko chahoua

Unsere Geckos

Mniarogekko chahoua - der Neukaledosche Flechtengecko - kommt, wie der deutsche Name bereits aussagt, in Neukaledonien vor, wo er feuchtere Gebiete besiedelt. Er erreicht eine  Gesamtlänge von etwa 25 cm, wobei die Kopf-Rumpf-Länge etwa 12 cm beträgt. Seinen deutschen Namen verdankt er seinem äußeren Erscheinungsbild: seine Grundzeichnung erinnert an ein Flechtenmuster. Dieses verschafft ihm eine perfekte Tarnung an den mit Flechten und Moosen bewachsenen Bäumen. Auch seine Färbung, die von braun über oliv und grünlich bis rot reicht, trägt zu einer optimalen Tarnung bei.

Der Flechtengecko ernährt sich omnivor, d. h. sowohl von pflanzlicher als auch von tierischer Nahrung. Wir füttern überwiegend Repashy und Heimchen. Hin und wieder bieten wir dem Weibchen eine Babymaus an. Die Futtertiere werden regelmäßig mit dem Vitaminpulver für Reptilien Korvimin ZVT aufgewertet.

Wir erwarben ein Pärchen dieser Art. Die beiden bewohnen zusammen ein Terrarium mit den Maßen 80 x 40 x 50 cm. Das Terrarium ist mit Pflanzen, Kletter- und Versteckmöglichkeiten sowie einer Eiablagebox ausgestattet. Als Beleuchtung dient ein Spotstrahler. Im Terrarium werden Temperaturzonen tagsüber zwischen 25 und 30 °C angeboten, nachts beträgt die Temperatur je nach Jahreszeit zwischen 20 und 24 °C. Abends wird im Terrarium gesprüht, so steigt die Luftfeuchtigkeit auf 70 - 80 %. In den Wintermonaten wird die Beleuchtungsdauer reduziert und die Temperatur nach und nach gesenkt, sodass tagsüber 25 °C, nachts ca. 20 °C erreicht werden. So sollen die Geckos im Frühjahr zur Paarung stimuliert werden. Nach der Paarung legt das Weibchen mehrmals im Jahr im Abstand von 6 - 8 Wochen jeweils 2 Eier. Die Eier werden vom Weibchen nicht vergraben, aber eine zeitlang von ihr bewacht. Bei einer Inkubationstemperatur von 26 - 27 °C schlüpften die Jungtiere bei uns nach 90 Tagen. Bei zu kühler Inkubation (unter 24 °C) kommt es vor, dass die Jungtiere nicht zum Schlupf gelangen und im Ei absterben. Die Inkubation erfolgt in feuchtem Substrat (Kokoshumus), mit welchem wir die Eier vollständig locker bedecken. Im Jahr 2014 hatten wir fünf Gelege mit jeweils zwei Eiern aus denen sieben Jungtiere schlüpften. Seither ziehen wir diese Art regelmäig nach.

Diese Geckos legen ein sehr interessantes Verhalten an den Tag. So können wir aus eigenen Erfahrungen berichten, dass das Männchen das Weibchen während und nach der Eiablage bewacht und dieses auch verteidigt. Wenn Männchen und Weibchen eine Weile getrennt waren, dann findet unmittelbar nach der Wieder-Zusammenführung eine Art "Begrüßung" statt, indem das Männchen das Weibchen intensiv beleckt.

Literatur:
DRACO - Neukaledonische Riesengeckos

 
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